Effektives Materialmanagement: Die Rolle der Materialwirtschaft Aufgaben

Effektives Materialmanagement: Die Rolle der Materialwirtschaft Aufgaben

In jedem Unternehmen, das mit Produkten und einem Vertrieb arbeitet, sind Industriekaufleute damit beschäftigt, das Materialmanagement zu optimieren. Was ist vorrätig? Was muss bestellt werden? Diese und solche Prozesse zählen zu den Materialwirtschaft Aufgaben. Was außerdem zu tun ist, erfahren Sie nachfolgend. Materialmanagement in Unternehmen Allgemein gehören zur unternehmerischen Materialwirtschaft Aufgaben wie die Beschaffung, Lagerung

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In jedem Unternehmen, das mit Produkten und einem Vertrieb arbeitet, sind Industriekaufleute damit beschäftigt, das Materialmanagement zu optimieren. Was ist vorrätig? Was muss bestellt werden? Diese und solche Prozesse zählen zu den Materialwirtschaft Aufgaben. Was außerdem zu tun ist, erfahren Sie nachfolgend.

Materialmanagement in Unternehmen

Allgemein gehören zur unternehmerischen Materialwirtschaft Aufgaben wie die Beschaffung, Lagerung und Bereitstellung von Materialien. Das Ziel ist dabei, den Materialfluss so effizient wie möglich zu gestalten. Materialien müssen zum benötigten Zeitpunkt in ausreichender Menge am richtigen Ort bereitstehen, damit Betriebsabläufe reibungslos funktionieren. Dabei handelt es sich um ein komplexes Themengebiet, welches sich maßgeblich auf den Betrieb, seine Effizienz sowie Wettbewerbsfähigkeit auswirkt. Lesen Sie hier, welche Rolle das Materialmanagement in Unternehmen spielt, wie es sich optimieren lässt um Kosten zu sparen und welche Materialwirtschaft Aufgaben dabei relevant sind.

Materialmanagement als Schlüsselfaktor für die Kostenreduktion

Das Materialmanagement umfasst die Planung sowie Steuerung der Beschaffung von Materialien und der Lagerung sowie Just-In-Time Bereitstellung. Sind benötigte Materialien nicht vorrätig, verursacht die kurzfristige Beschaffung häufig höhere Kosten als es bei einem effizienten Management der Fall wäre. Hinzu kommt das Risiko, dass Betriebsabläufe bei nicht vorhandenen Materialien empfindlich gestört werden. Auch Fehlkäufe haben für Unternehmen wirtschaftliche Auswirkungen und sollten gerade bei steigenden Rohstoffpreisen auf dem Markt unbedingt vermieden werden. Beides verursacht Folgekosten, welche die Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens schmälern und sich nachteilig auf die Wettbewerbsfähigkeit auswirken. Aus diesen Gründen ist Materialmanagement ein Schlüsselfaktor bei der Kostenreduktion.
Um Einsparungen im Betriebsablauf zu erzielen, können rund um die Materialwirtschaft Aufgaben delegiert werden. Dazu gehört beispielsweise die Analyse derzeitiger Beschaffungsprozesse, für welche IT-Fachkräfte und Industriekaufleute zusammenarbeiten. Aus ihr ergeben sich in der Regel Ansätze zur Optimierung. Ebenso kann eine Identifizierung der Einsparpotenziale die Kosten senken. Entscheidend sind zudem Verhandlungen mit Lieferanten, welche zu günstigeren Konditionen bei der Materialbeschaffung führen. Langfristige Vertragsbindungen sind in Zeiten eines dynamischen Marktes meistens mit einem hohen Kostenrisiko verbunden. Stattdessen sollten Lieferverträge auch kurzfristig an einen sich ändernden Bedarf anpassbar sein. Möglicherweise ist ein Wechsel der Lieferanten aus wirtschaftlicher Sicht sinnvoll. Auch die Implementierung von Beschaffungssystemen kann Prozesse optimieren und auf diese Weise Kosten senken.

Bestandsmanagement und Lagerhaltungsoptimierung

Das Bestandsmanagement lässt sich in drei Bereiche mit unterschiedlichen Schwerpunkten aufteilen. Dazu gehört einerseits die Bedarfsplanung, welche den Materialbedarf erfasst und vorausschauend plant. Hierbei werden unter anderem saisonale Schwankungen berücksichtigt. Andererseits ist auch die Beschaffungsplanung Teil des Bestandsmanagements. Sie übernimmt alle Aufgaben der Materialbeschaffung inklusive der Transportlogistik und Preisverhandlungen. Der dritte Bereich ist die Bestandsplanung, welche den aktuellen Materialbestand auswertet und plant. Wichtiges Ziel des Bestandsmanagements ist eine Reduzierung der Kapitalbindung. Gelagerte Materialien für Herstellungsprozesse binden Unternehmenskapital und dieser Faktor sollte für eine hohe Wettbewerbsfähigkeit so gering wie möglich gehalten werden. Gleichzeitig dürfen die Aspekte der Lieferfähigkeit und Termintreue gegenüber Kunden nicht in Mitleidenschaft gezogen werden. Die Herausforderungen, mit welchen sich Unternehmen beim Bestandsmanagement konfrontiert sehen, sind vor allem intransparente Bestände, Lieferwege und Prozesse.

Effizientes Materialflussmanagement und Routenoptimierung

Auch das Materialflussmanagement ist ein Teilbereich des Materialmanagements und sollte ausreichend Beachtung in Unternehmen finden. Materialien müssen korrekt verbucht und gekennzeichnet werden. Das gilt sowohl für eingehende Materialien als auch für anfallenden Abfall sowie ausgehende Materialien. Eine weitere Aufgabe des Materialflussmanagements ist die Nachverfolgbarkeit von Materialbewegungen innerhalb des Produktionsprozesses. Nur auf diese Weise kann ein effizienter Materialfluss sichergestellt werden. Hinzu kommt die Aufgabe der kostensparenden und korrekten Abfallentsorgung. Weitere Faktoren zur Optimierung sind die Bereitstellung geeigneter Transportmittel für die Bewegung des Materials sowie der Einsatz von geschultem Fachpersonal. Mit einer Routenoptimierung lassen sich Transportwege verkürzen, was wiederum Zeit und dadurch Kosten einspart. Betriebsabläufe lassen sich dank professioneller Routenoptimierung effizienter gestalten.

Technologische Unterstützung für die Kostenreduktion in der Materialwirtschaft

Beim Materialmanagement werden mittlerweile zahlreiche digitale Lösungen eingesetzt. Dazu gehören beispielsweise IT-Systeme, deren Aufgabe die Automatisierung von Prozessen ist. Eine solche Automatisierung senkt die Fehleranfälligkeit, steigert die Effizienz und trägt zu einer besseren Planbarkeit bei. Für die Einführung von automatisierten Prozessen ist zunächst eine Bestandsanalyse notwendig. Danach werden Ziele definiert und anschließend müssen geeignete Systeme gefunden und miteinander verglichen werden. Das vielversprechendste IT-System wird im Anschluss an die individuellen Bedürfnisse des Unternehmens angepasst und implementiert.

Effizienzsteigerung durch Datenanalyse

Die alltäglichen Abläufe in Unternehmen sowie der Prozess der Materialwirtschaft liefern eine schier grenzenlose Datenmenge. Diese wird jedoch von vielen Unternehmen nicht effizient zur Prozesssteuerung genutzt. Eine Analyse der erfassten Daten deckt Optimierungsmöglichkeiten und Schwachstellen auf. Basierend auf diesen Erkenntnissen lassen sich Prozessanpassungen erarbeiten und vornehmen. Auch die schnelle und leicht verständliche Visualisierung von Daten trägt zu einem effizienten Materialmanagement bei.

Integration digitaler Lösungen ins Materialmanagement

Die Vorteile digitaler Lösungen beim Materialmanagement sind maximale Prozesstransparenz, Auswertungsmöglichkeiten sowie bessere Kommunikation mit Lieferanten wie Kunden. Damit solche Lösungen in Unternehmensprozesse integriert werden können, müssen jedoch entsprechende Vorbereitungen getroffen werden. Dazu gehört eine exakte Stammdatenpflege für Materialien. Diese wird von vielen Unternehmen vernachlässigt, ist jedoch unabdingbar. Veraltete oder nicht vollständige Materialstammdaten können Engpässe bei der Materialbeschaffung nach sich ziehen oder zu Fehlkäufen führen. Korrekte Materialstammdaten sind deshalb unverzichtbar für die Agilität des Unternehmens. Außerdem sind individuelle Anpassungen von digitalen Lösungen unerlässlich. Standardsysteme bilden zwar die Basis, können die spezifischen Anforderungen eines Unternehmens jedoch nicht vollständig abdecken. Das wird erst durch Anpassungen möglich, welche beispielsweise vom Hersteller oder externen Fachkräften vorgenommen werden.

Personalentwicklung und Schulungen

Neben der Nutzung moderner technischer Lösungen beim Materialmanagement sollte der Faktor Mensch nicht vernachlässigt werden. Mitarbeiter spielen ebenfalls eine Schlüsselrolle beim Materialmanagement. Sie sollten für ein kosteneffizientes Materialmanagement sensibilisiert werden. Das gelingt beispielsweise durch Schulungen mit entsprechendem Themenschwerpunkt. Solche Schulungen können von eigenen Mitarbeitern oder externen Experten durchgeführt werden. Wichtig sind die regelmäßige Auffrischung und Aktualisierung des Fachwissens innerhalb der Belegschaft. Die verschiedenen Bestandsmanagementtechniken müssen den Mitarbeitern ausführlich vermittelt werden. Entsprechende Schulungen gehen jedoch nicht nur auf die etablierten Techniken sowie deren Umsetzung im Unternehmen ein. Sie können ebenso verschiedene Tools und den Umgang mit ihnen vermitteln.

Werden in einem Unternehmen neue digitale Lösungen für das Materialmanagement eingeführt, ist eine ausführliche Einarbeitung der damit arbeitenden Angestellten unverzichtbar. Sie sollten zudem auch in der Folgezeit einen Ansprechpartner für aufkommende Fragen haben. Auch die Förderung eines ganzheitlichen Kostenbewusstseins innerhalb aller Abteilungen des Unternehmens wirkt sich positiv auf Unternehmensausgaben aus. Dazu ist es wichtig, den Mitarbeitern Sparziele darzulegen. Gleichzeitig sollten die Vorteile herausgearbeitet werden, welche mit dem Erreichen der Ziele verbunden sind. Hierzu gehört eine bessere Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens, wodurch dieses für die Belegschaft zum sicheren Arbeitgeber mit Zukunftsperspektive wird.

Fazit

Ein effektives Materialmanagement gehört zu den wichtigen Erfolgsfaktoren in produzierenden Unternehmen. Dabei kommen der Materialwirtschaft Aufgaben wie die Beschaffung und Bereitstellung benötigter Materialien am richtigen Ort und zur richtigen Zeit zu. Mit Hilfe digitaler Lösungen lassen sich solche Prozesse effektiver gestalten, wodurch Kosten gesenkt und Abläufe weniger fehleranfällig gestaltet werden. Auch die Schulung des Personals trägt maßgeblich zu einem professionellen Materialmanagement bei. Veränderungen hin zu automatisierten Prozessen und umfangreichen Analysen stellen zunächst eine Investition in Unternehmen dar. Diese zahlt sich aufgrund effizienterer Prozesse im Materialmanagement und damit verbundenen geringeren Fehlkäufen sowie vermeidbaren Materialengpässen schnell aus.

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